Der Feldarmbrustsport

Wenn jemand über Armbrust schießen spricht, denken die meisten wohl an Wilhelm Tell und den berühmten “Apfelschuss”. Wenige kennen das Armbrust schießen jedoch als Sportart. Früher im Mittelalter zur Verteidigung genutzt ist sie mittlerweile ein Hightech-Sportgerät. Aber auch hier gibt es große Unterschiede. Zum einen gibt es die Armbrust, welche mit Bolzen geschossen wird und wofür auch ein Spannhebel benötigt wird. Wir haben uns aber der Feldarmbrust verschrieben. Diese ist verwandt mit dem Bogensport und ist auch aus Teilen dessens gebaut. Hat daher auch wesentlich weniger Kraft wie eine Bolzenarmbrust und kann daher auch ohne Waffenschein geschossen werden. Unsere Armbrüste sind alles LOACKER Armbrüste. Ein Österreicher der Privat diese Brüste, ursprünglich für seinen eigenen Verein, gebaut hat.

Der Aufbau ist recht einfach. Wie auf den folgenden Bildern zu sehen ist:
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Holzschaft, damit diese auch gut im Arm liegt. Einen Rückstoß wie beim Gewehr gibt es hier übrigens nicht. Trotzdem ist ein guter Halt wichtig für einen präzisen Schuß.
Die Pfeilführung ist aus Kunststoff und Metall. Der Bogen ist ein geteilter und gekürzter Recurvebogen mit einer normalen Bogensehne. Aufgrund des kurzen Pfeillaufs ist auch die Wurfkraft des Pfeils mit dem eines Langbogens vergleichbar. Compoundbogen haben wesentlich mehr “Bumms”.  Die Sehne ist ebenfalls eine gekürzte Bogensehne. Gespannt wird diese von Hand. Zu guterletzt ist ein normales Visier mit Perlkorn und Wasserwaage verbaut. Für Hallenturniere gibt es jedoch auch so genannte “Iris-Visiere”. Bei diesen gibt es kein Perlkorn. Je nach Entfernung wird das Visier in der Höhe und zur Seite verstellt. Jede Entfernung kann somit individuell eingestellt werden. Allerdings müssen die Entfernungen / EInstellungen auf jeden Einzelnen eingeschossen werden. Es ist fast unmöglich mit 2 personen und den gleichen Einstellungen zu schießen. Ebenso sind diese von Armbrust zu Armbrust unterschiedlich. Die Einstellungen von Armbrust A können nicht für Armbrust B verwendet werden.
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Als Pfeile werden ebenfalls gekürzte Bogen-Carbonpfeile genutzt. Ein Bogenpfeil ergibt zwei Pfeile für unsere Feldarmbrüste.

Trotz all diesem Hightech ist aber immernoch viel Training notwendig um gut zu sein. Ein kleiner Wackler beim Abschuss, ein zufrüh ausgelöster Schuss und und und sind alles Faktoren die den Treffer beeinflussen.

Wir selbst schiessen Feldturniere, sogenannte Jagdturniere. Hierbei wird meist auf 28 3D-Tiere geschossen.Die 3D Tiere befindet sich dabei meist erhöht oder schräg oder vertieft im freien Gelände / Wald und erfordern somit noch mehr Aufmerksamkeit und Konzentration des Schützen. Ringzahlen von 0 bis 20. Ebenso gibt es noch FITA-Turniere. Diese finden meistens in der Halle statt. Hierbei wird nicht auf Tierscheiben sondern auf FITA Scheiben geschossen. Hierbei gibt es 0 bis 10 Ringe. Unten stehend der Vergleich.

Wir werden diesen Bereich immer mal wieder erweitern, hoffen aber das wir Euch bereits hiermit einen bessere Einblick und Überblick über den Feldarmbrustsport geben konnten. Wenn Ihr das selbst mal ausprobieren wollt, für Gastschützen haben wir auch immer eine Vereinsarmbrust zur Verfügung. Solltet Ihr noch Fragen haben, zögert nicht mit uns in Kontakt zu treten.